Die Situation der Roma im Kososvo

         

Wirtschaftliche Situation und Arbeitslosigkeit

53 Roma sollen aus Lippe in den Kosovo „zurückgeführt“ werden, deutschlandweit sind es etwa 10.000 Menschen. Es liegen viele aktuelle Berichte von anerkannten Institutionen und Organisationen über die tatsächliche Situation vor, in welche die Roma zurückkehren sollen. Hierüber möchten wir an dieser Stelle einen Überblick geben.

Amtliche Registrierung

Ein Großteil der jetzt im Kosovo lebenden Roma ist nicht amtlich registriert, weil Papiere entweder im Krieg und auf der Flucht verloren gegangen sind bzw. vernichtet wurden, oder viele Angehörige der Minderheiten nie registriert waren. Auch viele der Roma-Flüchtlinge in Deutschland, insbesondere deren hier geborenen Kinder, sind im Kosovo nicht registriert. Wie u.a. der EU-Menschenrechtskommissar und Amnesty International im März und Mai 2009 erklärten, ist die Folge dieses Missstandes, dass Roma ihre politischen und sozialen Rechte nur sehr eingeschränkt wahrnehmen können und faktisch von staatlichen Sozialleistungen ausgeschlossen sind. Einer nicht geringen Zahl der Angehörigen der Minderheiten droht laut OSZE aufgrund fehlender Registrierung und des neuen Staatsangehörigkeitsrechts die Staatenlosigkeit.

 

Während die allgemeine wirtschaftliche Situation schon schlecht ist (37,3 % Arbeitslosenquote in 2009 und ca. 1.759 EUR BIP/Kopf in 2008), liegt nach Auskunft der Ombudsperson Institution in Kosovo die Arbeitslosenquote unter den Roma bei ca. 98 %. Viele leben von Gelegenheitsarbeiten oder sammeln Metall und anderen wiederverwertbaren Schrott, um zu überleben. Ein regulärer Arbeitsmarkt existiert für die Minderheiten nicht.

 

 

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